Der Hinflug war etwas mühselig, denn ich musste ersteinmal nach München düsen, um mich dort mit Andreas zu treffen. Gemeinsam ging es dann weiter nach Bangkok.
Andreas hatte beim Schalter erwirken können, dass wir eine ganze Reihe von vier Sitzen für uns bekommen haben und zwar die Lümmelbank ganz hinten im Flugzeug. Der Grund für dieses Glück war aber schnell gefunden: Die Sitze waren wirklich ganz hinten und ließen sich dementsprechend im Gegensatz zu allen anderen nicht zum Schlafen nach hinten bewegen. Dafür brauchten wir sie allerdings bei der Landung auch nicht wieder in eine "upright position" bringen.
Vom Flughafen ging es dann in unser Landmark Hotel, das sich - wie wir erst nach mehreren Tagen herausfanden - mitten im neuen Vergnügungsviertel befindet.
Hier der Ausblick aus dem Fenster:
Die ersten Tage mussten wir schuften - allerdings im Hotel - so daß wir zumindest zum Mittagessen schon einmal ein paar Tips aus dem Lonely Planet und dem Marco Polo Reiseführer ausprobieren konnten.
Hier sieht man Andreas auf dem Weg zu unserem Favoriten. Links zu sehen ist der Sky-Train, eine Errungenschaft die auch dringend nötig ist, denn auf der Straße geht wirklich gar nichts. Eine Taxifahrt kann für kurze Strecken schon mal zwei Stunden in Anspruch nehmen, während man von den Fußgängern überholt wird.
Was mich ehrlichgesagt erstaunt hat ist, wie billig das Taxifahren hier ist. Wir sind gestern etwa zweieinhalb Stunden Taxi gefahren für insgesamt etwa 5 Euro. Abgesehen davon, dass das natürlich kein besonders optimaler Stundenlohn für den Taxifahrer ist, muss er sein Auto ja auch noch betanken. Er hat bestimmt 10 Liter verfahren, die pro Liter ungefähr 40 Cent kosten, also 4 Euro für Sprit. Bleibt ihm also nur ein Euro, was ja vielleicht für 2,5 Stunden Arbeit für hiesige Verhältnisse ein akzeptabler Lohn sein mag, aber er muss ja auch noch das Auto finanzieren.
Um die Ecke in Singapur tagt ja gerade der IWF, die werden schon wissen wie das funktioniert. Hier ein typisches Bild vom Verkehr in Bangkok:
Da die Autos hier kaum Vorwärts kommen kann man übrigens die zentralen Verkehrsadern als Fußgänger gemütlich überqueren.
Die letzten beiden Tage hatten wir frei und haben als erstes eine ausgedehnte Fahrt auf den Kanälen der Stadt gemacht. Es gibt Express-Boote, die den Fluß rauf- und runterfahren und mit denen man wesentlich schneller und entspannter zum Ziel gelangt als mit allen anderen Verkehrsmitteln.
Und Bangkok sieht vom Wasser auf betrachtet wirklich ganz anders aus als wenn man sich durch die Smog-verseuchten Straßen quält.
Je weiter man in die entlegenen Gegenden vordringt, um so mehr sieht man wie Bangkok wohl einmal ausgesehen hat. Man kann zusammen mit den Einheimischen in kleinen Booten tief in's Hinterland vordringen. Jeder der Passagiere wird dann Zuhause abgesetzt, in einer der Holzhütten am Rande der Kanäle und springt vom Boot aus auf seinen kleinen Steg.
Es gibt auch Hütten in denen kleine Supermärkte sind. Die kleinen Schulkinder hüpfen vom Boot während der Fahrt auf die Stege, so wie man bei uns früher aus der S-Bahn gesprungen ist, bevor sie vollständig zum Stehen gekommen ist.
An der Endhaltestelle, einem Vorort von Bangkok, sind wir dann noch etwas herumgelaufen und haben uns unter anderem einen Tempel angesehen, der sich dort im Bau befand.
Das funktionert also anscheinend so, dass man zunächst eine möglichst große liegende Buddha-Statue herstellt und anschließend ein Gehäuse drumherumbaut. Also wird hier keine Tricktechnk wie bei Flaschenschiffen verwendet, sondern es ialles solides Handwerk.
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