Sonntag, März 26, 2006

Jazz auf Sentosa

Gestern war ich mit meinen amerikanischen Arbeitskollegen beim groß angekündigten Jazzfestival auf Sentosa. Die beiden sind echte Bilderbuchamerikaner, wobei getreu der Quote die eine Hälfte (sie) republikanisch und die andere Hälfte (er) demokratisch gesinnt ist.
Ich durfte Zeuge einer kurzen aber knackigen politischen Auseinandersetzung der Beiden werden. Eigentlich ging es primär um Bill Clinton und seine Affäre im Oral Office und andere bedeutende politische Sachverhalte. Als ihr die Argumente auszugehen drohten, meinte sie: Letztlich sei es ja auch eine Frage des Glaubens. Na dann: Gute Nacht.
Nach diesem amüsanten Intermezzo haben wir uns dann auf den Weg zum angeblich südlichsten Punkt des asiatischen Kontinents gemacht, wobei ich das noch einmal verifizieren möchte, denn ich kann nicht so ganz glauben, dass Indonesien schon zu Australien gehören soll?
Jedenfalls musste man um diesen Punkt zu erreichen ersteinmal in Indiana Jones-Manier über eine ungesicherte Hängebrücke:

Dieses ist nun also der Ausblick vom südlichsten Punkt des asiatischen Festlandes:

Zurück ging es dann mit der Strand-Tram zum Jazzfestival.
Das Jazzfestival stellte sich allerdings als eine erbärmliche einheimische Kapelle mit mieser Sängerin, mäßigem Schlagzeug und passablem Orgler und Saxofonisten heraus. Das Publikum jedoch scheint Schmerzen gewohnt zu sein und hat sich zu keiner negativen Gefühlsregung hinreißen lassen. Meine amerkianischen Kollegen sind sogleich in einen komatösen Tiefschlaf gefallen und wir sind dann auch recht bald gen Heimat aufgebrochen.

Freitag, März 24, 2006

Singapur









Seit meinem Besuch hat sich hier doch schon so einiges verändert. Beim Blick aus dem Büro schaut zum Beispiel auf einen ganzen Landstrich, der zuvor noch nicht anwesend war.

Ich kann das allerdings insofern tolerieren, als dass ich mich ja in der Zwischenzeit ja auch optisch dem neuen Jahrtausend angepasst habe.
Hier hat sich jedenfalls einiges getan: Es gibt auffällig viele Jugendliche mit Piercings, Tätowierungen und modischen Frisuren, einige hängen in den U-Bahn-Stationen herum und am Boat-Quai wird auch gerne ein Bier getrunken und der Blick über das Wasser genossen:

Gestern war ich im "Substation", dem Ort für alternative Kultur. Es gibt dort das Guiness-Theater und Live-Konzert im hintergelagerten Garten und ich habe dort einer einheimischen Bluesband gelauscht. Wirklich sehr frappierend: Gerade der Gesang klang extrem amerikanisch und auch musikalisch gar nicht übel - dargeboten von kleinen Asiaten! Leider habe ich den im Programm angekündigten "besten italienischen Blues-Gitarristen" verpasst. Der hat wohl letzte Woche mit dieser Blues-Band zusammen gespielt.

Montag, März 20, 2006

Ruckelfilme...

...sind beliebt bei Jung und Alt und ich möchte an dieser Stelle auf meinen Beitrag zu diesem Genre hinweisen.

Budapest

Die letzten Wochen war ich in Budapest, um an einem sogenannten Proof of Concept zu basteln. Das besondere an der Situation war, dass dort zwei Firmen quasi in der Finalrunde um den Projektgewinn kämpften und eine dieser Firmen eben S1 war und wir daher ziemlich unter Druck standen.
Die Firmengeheimnisse wurden von amtlicher Stelle vor der Konkurrenz geheimgehalten und bewacht:

Budapest ist im Übrigen eine sehr schöne Stadt, die nicht nur etliche beeindruckende Bauwerke zu bieten hat, sondern auch eine schöne Umgebung und allerlei nette Läden, in denen man am Abend Trinken und Essen kann oder den einheimischen Bands lauschen kann.

Leider mussten wir ja wie bereits erwähnt von früh bis spät malochen, so dass ich abgesehen von meinem Hotelzimmer und dem Büro nur wenig zu Gesicht bekommen habe. Am letzten Tag habe ich mir allerdings freigenommen und einen kleinen Ausflug in die umliegenden Berge von Budapest gemacht.

Man kann mit einer Zahnradstraßenbahnlinie bis in einen nahegelegenen Wald auf einem Berg fahren und dort mit der sogenannten Kindereisenbahn durch den Wald bis zum höchsten Gipfel, den Johannesberg fahren. Die Bahn trägt ihren Namen nicht, weil dort nur Kinder mitfahren dürfen, sondern weil dort ausschließlich Kinder Dienst tun. Vom Fahrkartenverkauf bis hin zum Schaffner - alles fest in Kinderhand.
Dort gibt es einen Aussichtsturm, von dem man bei besserer Sicht laut Reiseführer einen tollen Ausblick haben soll. Ich hatte leider einen sehr nebligen Tag erwischt:

Hinunter ging es mit einem abenteuerlichen Sessellift. Ich war beinahe der einzige Fahrgast, aber es ist ja auch nicht gerade Hochsaison.
Auf dem Rückweg habe ich die U-Bahn genommen und habe Svens Aussage verifiziert, dass die U-Bahn zum einen unglaublich tief unter der Erde fährt und zum anderen die Bilder an den langen Rolltreppen schief aufgehängt sind. Dieser kleine Film zeigt das Phänomen.