Samstag, September 16, 2006

Bangkok

Diese Woche Bangkok, um bei einer Präsentation auszuhelfen.
Der Hinflug war etwas mühselig, denn ich musste ersteinmal nach München düsen, um mich dort mit Andreas zu treffen. Gemeinsam ging es dann weiter nach Bangkok.
Andreas hatte beim Schalter erwirken können, dass wir eine ganze Reihe von vier Sitzen für uns bekommen haben und zwar die Lümmelbank ganz hinten im Flugzeug. Der Grund für dieses Glück war aber schnell gefunden: Die Sitze waren wirklich ganz hinten und ließen sich dementsprechend im Gegensatz zu allen anderen nicht zum Schlafen nach hinten bewegen. Dafür brauchten wir sie allerdings bei der Landung auch nicht wieder in eine "upright position" bringen.
Vom Flughafen ging es dann in unser Landmark Hotel, das sich - wie wir erst nach mehreren Tagen herausfanden - mitten im neuen Vergnügungsviertel befindet.
Hier der Ausblick aus dem Fenster:

Die ersten Tage mussten wir schuften - allerdings im Hotel - so daß wir zumindest zum Mittagessen schon einmal ein paar Tips aus dem Lonely Planet und dem Marco Polo Reiseführer ausprobieren konnten.

Hier sieht man Andreas auf dem Weg zu unserem Favoriten. Links zu sehen ist der Sky-Train, eine Errungenschaft die auch dringend nötig ist, denn auf der Straße geht wirklich gar nichts. Eine Taxifahrt kann für kurze Strecken schon mal zwei Stunden in Anspruch nehmen, während man von den Fußgängern überholt wird.
Was mich ehrlichgesagt erstaunt hat ist, wie billig das Taxifahren hier ist. Wir sind gestern etwa zweieinhalb Stunden Taxi gefahren für insgesamt etwa 5 Euro. Abgesehen davon, dass das natürlich kein besonders optimaler Stundenlohn für den Taxifahrer ist, muss er sein Auto ja auch noch betanken. Er hat bestimmt 10 Liter verfahren, die pro Liter ungefähr 40 Cent kosten, also 4 Euro für Sprit. Bleibt ihm also nur ein Euro, was ja vielleicht für 2,5 Stunden Arbeit für hiesige Verhältnisse ein akzeptabler Lohn sein mag, aber er muss ja auch noch das Auto finanzieren.
Um die Ecke in Singapur tagt ja gerade der IWF, die werden schon wissen wie das funktioniert. Hier ein typisches Bild vom Verkehr in Bangkok:

Da die Autos hier kaum Vorwärts kommen kann man übrigens die zentralen Verkehrsadern als Fußgänger gemütlich überqueren.
Die letzten beiden Tage hatten wir frei und haben als erstes eine ausgedehnte Fahrt auf den Kanälen der Stadt gemacht. Es gibt Express-Boote, die den Fluß rauf- und runterfahren und mit denen man wesentlich schneller und entspannter zum Ziel gelangt als mit allen anderen Verkehrsmitteln.
Und Bangkok sieht vom Wasser auf betrachtet wirklich ganz anders aus als wenn man sich durch die Smog-verseuchten Straßen quält.

Je weiter man in die entlegenen Gegenden vordringt, um so mehr sieht man wie Bangkok wohl einmal ausgesehen hat. Man kann zusammen mit den Einheimischen in kleinen Booten tief in's Hinterland vordringen. Jeder der Passagiere wird dann Zuhause abgesetzt, in einer der Holzhütten am Rande der Kanäle und springt vom Boot aus auf seinen kleinen Steg.

Es gibt auch Hütten in denen kleine Supermärkte sind. Die kleinen Schulkinder hüpfen vom Boot während der Fahrt auf die Stege, so wie man bei uns früher aus der S-Bahn gesprungen ist, bevor sie vollständig zum Stehen gekommen ist.

An der Endhaltestelle, einem Vorort von Bangkok, sind wir dann noch etwas herumgelaufen und haben uns unter anderem einen Tempel angesehen, der sich dort im Bau befand.
Das funktionert also anscheinend so, dass man zunächst eine möglichst große liegende Buddha-Statue herstellt und anschließend ein Gehäuse drumherumbaut. Also wird hier keine Tricktechnk wie bei Flaschenschiffen verwendet, sondern es ialles solides Handwerk.

Freitag, Juni 16, 2006

Chicago

Meine jüngste Reise hat mich nun also nach Chicago verschlagen. Der Flug ging über Gegenden, die ich bisher nur vom Risiko-Spiel kannte: Ontario, Quebeck usw.
Chicago liegt am riesigen Lake Michigan:

Der erste Eindruck von Amerika ist: Es kommt einem alles irgendwie bekannt vor, denn alles sieht aus und klingt wie im richtigen Fernsehen. Besonders auffällig natürlich die Sirenen der Polizei und Feuerwehrautos.
Und es stimmt tatsächlich: Es sind hier unglaublich viele fette Autos auf den Straßen unterwegs, Hummer und andere Spritschleudern. Auch gelingt es problemlos, bei einem kleinen Frühstück im Dunkin' Donut einen Müllberg zu produzieren, wie man es in den finstersten 80ern bei Mc Donalds bei uns daheim kaum hinbekommen hätte.
Mein Arbeit hier drüben habe ich bereits hinter mir und habe nun netterweise noch zwei Tage, mir die Stadt etwas genauer anzusehen. Gleich treffe ich mich mit Chinhan, der ja vor zwei Wochen hierher gezogen ist.

Freitag, Juni 02, 2006

Krümelmonster?

Mein Persönlichkeitstest hat ergeben, dass ich Krümelmonster bin. Warum nur?




You Are Cookie Monster



Misunderstood as a primal monster, you're a true hedonist with a huge sweet tooth.



You are usually feeling: Hungry. Cookies are preferred, but you'll eat anything if cookies aren't around.



You are famous for: Your slightly crazy eyes and usual way of speaking



How you life your life: In the moment. "Me want COOKIE!"

Sonntag, April 02, 2006

Orchard


Aus nostalgischen Gründen bin ich noch einmal zur Orchard-Road gefahren, wo ich mit meinem Bruder vor ungefähr sieben Jahren gehaust habe.
Man fährt zur Station "Orchard", die nur drei Stationen von meiner jetzigen Station "City Hall" entfernt ist.
Das MRT-System ist hier wirklich sehr ausgefuchst. Man erwirbt eine aufladbare Karte und wenn man in die Station hineingeht wird die Karte eingescannt und beim Aussteigen am Ziel der Betrag abgebucht.
Hier sieht man das Gebäude in dem sich die Orchard Park Suites befinden, wo wir damals gewohnt haben. Alles noch da.

Heute habe ich es aber endlich geschafft, mir auch einmal den botanischen Garten samt der großen Orchideensammlung anzusehen. Auch wenn ich ja kein ausgesprochener Blumenmensch bin gibt es jetzt ein paar Fotos derselben.







East Coast

An der Ostküste gibt es einen langen Strand samt künstlich angelegter Parkanlage. Hier kann man zum einen ein Bad nehmen oder aber auch ein Zelt aufbauen und erste gegengeschlechtliche Erfahrungen sammeln.

Auf dem Wasser ist immer ziemlich was los, Singapur hat einen großen Hafen und dementsprechend viele Tanker gibt es zu sehen:

Holland

Am Wochenende habe ich hier ein paar kleinere Ausflüge gemacht, zunächst einmal nach Holland. Nicht das echte natürlich, aber immerhin nach Holland Village hier mitten in Singapur.
Dort gibt es alles was das Herz begehrt:


Wie im echten Holland ist hier das Fahrradfahren gern gesehen, wenn auch alles Übrige nach Landessitte verboten ist.
Weil es in Singapur durch die nähe zum Äquator das ganze Jahr über ungefähr 30 Grad warm ist, könnte man annehmen, dass sich die Einheimischen inzwischen mit dem Klima angefreundet haben. Dem ist aber nicht so, sondern alle Gebäude und auch die U-Bahn-Stationen werden aufwändig gekühlt. Je kühler, desto besser.
Die Kneipen rühmen sich auch mit dementsprechenden Slogans, hier im Bild die Eski-Bar, die mit arktischen Temparaturen prahlt:

In Holland gibt es neben den obligatorischen Hochhäusern auch etliche Einzelhäuser, kein Wunder das dieses Viertel bei den sogenannten Expats sehr begehrt ist.

In einem Hochhaus steigt die Miete übrigens proportional zum Stockwerk. Hier ein typisches Exemplar:

Sonntag, März 26, 2006

Jazz auf Sentosa

Gestern war ich mit meinen amerikanischen Arbeitskollegen beim groß angekündigten Jazzfestival auf Sentosa. Die beiden sind echte Bilderbuchamerikaner, wobei getreu der Quote die eine Hälfte (sie) republikanisch und die andere Hälfte (er) demokratisch gesinnt ist.
Ich durfte Zeuge einer kurzen aber knackigen politischen Auseinandersetzung der Beiden werden. Eigentlich ging es primär um Bill Clinton und seine Affäre im Oral Office und andere bedeutende politische Sachverhalte. Als ihr die Argumente auszugehen drohten, meinte sie: Letztlich sei es ja auch eine Frage des Glaubens. Na dann: Gute Nacht.
Nach diesem amüsanten Intermezzo haben wir uns dann auf den Weg zum angeblich südlichsten Punkt des asiatischen Kontinents gemacht, wobei ich das noch einmal verifizieren möchte, denn ich kann nicht so ganz glauben, dass Indonesien schon zu Australien gehören soll?
Jedenfalls musste man um diesen Punkt zu erreichen ersteinmal in Indiana Jones-Manier über eine ungesicherte Hängebrücke:

Dieses ist nun also der Ausblick vom südlichsten Punkt des asiatischen Festlandes:

Zurück ging es dann mit der Strand-Tram zum Jazzfestival.
Das Jazzfestival stellte sich allerdings als eine erbärmliche einheimische Kapelle mit mieser Sängerin, mäßigem Schlagzeug und passablem Orgler und Saxofonisten heraus. Das Publikum jedoch scheint Schmerzen gewohnt zu sein und hat sich zu keiner negativen Gefühlsregung hinreißen lassen. Meine amerkianischen Kollegen sind sogleich in einen komatösen Tiefschlaf gefallen und wir sind dann auch recht bald gen Heimat aufgebrochen.

Freitag, März 24, 2006

Singapur









Seit meinem Besuch hat sich hier doch schon so einiges verändert. Beim Blick aus dem Büro schaut zum Beispiel auf einen ganzen Landstrich, der zuvor noch nicht anwesend war.

Ich kann das allerdings insofern tolerieren, als dass ich mich ja in der Zwischenzeit ja auch optisch dem neuen Jahrtausend angepasst habe.
Hier hat sich jedenfalls einiges getan: Es gibt auffällig viele Jugendliche mit Piercings, Tätowierungen und modischen Frisuren, einige hängen in den U-Bahn-Stationen herum und am Boat-Quai wird auch gerne ein Bier getrunken und der Blick über das Wasser genossen:

Gestern war ich im "Substation", dem Ort für alternative Kultur. Es gibt dort das Guiness-Theater und Live-Konzert im hintergelagerten Garten und ich habe dort einer einheimischen Bluesband gelauscht. Wirklich sehr frappierend: Gerade der Gesang klang extrem amerikanisch und auch musikalisch gar nicht übel - dargeboten von kleinen Asiaten! Leider habe ich den im Programm angekündigten "besten italienischen Blues-Gitarristen" verpasst. Der hat wohl letzte Woche mit dieser Blues-Band zusammen gespielt.

Montag, März 20, 2006

Ruckelfilme...

...sind beliebt bei Jung und Alt und ich möchte an dieser Stelle auf meinen Beitrag zu diesem Genre hinweisen.

Budapest

Die letzten Wochen war ich in Budapest, um an einem sogenannten Proof of Concept zu basteln. Das besondere an der Situation war, dass dort zwei Firmen quasi in der Finalrunde um den Projektgewinn kämpften und eine dieser Firmen eben S1 war und wir daher ziemlich unter Druck standen.
Die Firmengeheimnisse wurden von amtlicher Stelle vor der Konkurrenz geheimgehalten und bewacht:

Budapest ist im Übrigen eine sehr schöne Stadt, die nicht nur etliche beeindruckende Bauwerke zu bieten hat, sondern auch eine schöne Umgebung und allerlei nette Läden, in denen man am Abend Trinken und Essen kann oder den einheimischen Bands lauschen kann.

Leider mussten wir ja wie bereits erwähnt von früh bis spät malochen, so dass ich abgesehen von meinem Hotelzimmer und dem Büro nur wenig zu Gesicht bekommen habe. Am letzten Tag habe ich mir allerdings freigenommen und einen kleinen Ausflug in die umliegenden Berge von Budapest gemacht.

Man kann mit einer Zahnradstraßenbahnlinie bis in einen nahegelegenen Wald auf einem Berg fahren und dort mit der sogenannten Kindereisenbahn durch den Wald bis zum höchsten Gipfel, den Johannesberg fahren. Die Bahn trägt ihren Namen nicht, weil dort nur Kinder mitfahren dürfen, sondern weil dort ausschließlich Kinder Dienst tun. Vom Fahrkartenverkauf bis hin zum Schaffner - alles fest in Kinderhand.
Dort gibt es einen Aussichtsturm, von dem man bei besserer Sicht laut Reiseführer einen tollen Ausblick haben soll. Ich hatte leider einen sehr nebligen Tag erwischt:

Hinunter ging es mit einem abenteuerlichen Sessellift. Ich war beinahe der einzige Fahrgast, aber es ist ja auch nicht gerade Hochsaison.
Auf dem Rückweg habe ich die U-Bahn genommen und habe Svens Aussage verifiziert, dass die U-Bahn zum einen unglaublich tief unter der Erde fährt und zum anderen die Bilder an den langen Rolltreppen schief aufgehängt sind. Dieser kleine Film zeigt das Phänomen.