Dieses Bild stammt von einem meiner letzten Besuche, es hat sich aber bis auf die Temperaturen in der Zwischenzeit kaum etwas veraendert. Im Moment sind hier so etwa 25-30 Grad tagsueber, eigentlich recht angenehm. Dazu stets eine frische Brise Benzol.
Wer den Duft von Amman einmal selbst geniessen moechte, der kann das ganz einfach tun: Man stelle sich auf dem Dom direkt neben die Kartbahn und atme mit geschlossenen Augen ganz tief ein. Auf der Taxifahrt zum Buero heute morgen ist mir aufgefallen, dass auch sonst Wert darauf gelegt wurde, Amman das Flair einer Kartbahn zu geben: Der Kanntstein ist Formel1-maessig gelb-schwarz gestrichen und auch die Drive-In Restaurants orientieren sich am Design der Boxengasse. Ich werden mal Fotos dazu nachreichen.
Aber zurueck zum Damascus: Selbst die Libanesen gehen dort wegen des guten Essens zaehneknirschend hin, obwohl sie ja die Syrer hassen wie die Pest und dort bekanntlich die Stadt liegt, deren Namen dieses Lokal ziert.
Es hat zwar in etwa den Charme einer Doenerbude...
...aber das Essen ist gar nicht uebel.
Ich habe mir einen gruenen Salat bestellt und meinen Kollegen Larry gezwungen, sich einen tuerkischen Salat (scharf!) zu bestellen, weil man da prima das Brot reintunken kann.
Dazu zerkleinertes Huhn vom Grill und eine Protest-Pepsi.
Bei dieser Gelegenheit kann ich Euch einmal einen meiner Arbeitskollegen vorstellen: Larry. Er kommt von den Philippinen und heisst eigentlich Laurencio, aber das kann sich keiner merken, deshalb einfach: Larry.
Larry arbeitet eigentlich in Singapur, wurde aber hier nach Amman verschifft, um das Teller-Team zu betreuen. Teller ist die Schalter-Kasse-Anwendung von S1.
Er arbeitet immer bis tief in die Nacht, weil er auch gerne zu viele Versprechungen macht. Dabei kennt man ja den Trick: Immer behaupten: "Das wird nie was" oder wenigstens die Stirn in Falten legen und sagen: "Uiuiuiui, das klingt kompliziert. Ob das man was wird!". Wenn man dann irgendwann irgendetwas hinbekommt, sind alle dankbar. Wenn man dagegen gleich sagt: "Klaro, kein Problem" oder besser noch "Das bekommen Sie bei uns Out-Of-The-Box", dann gibt es immer Aerger, auch wenn man ganz toll und schnell was hingebaut hat. Dauert ja sowieso immer laenger, als man am Anfang denkt.
Larry heisst bei uns eigentlich nur noch der "One JD man", weil er nach vermehrtem Alkoholkonsum gerne in weinerlichem Ton mit dem Taxifahrer waehrend der Fahrt um die zu zahlende Summe feilscht. Sein Ziel ist stets die besagt Summe, meist gibt er aber irgendwann auf und schmiegt sich mit seinem Kopf an die starke Schulter des Taxifahrers.
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