Sonntag, Mai 29, 2005

Fritten

Wer's noch nicht weiss: Das jordanische Nationalgericht sind Fritten. Gibt's zu allem und zu jeder Gelegenheit.
Normalerweise laufe ich ja aus Frittenvermeidung mittags gerne viele Kilometer zu Fuss, auf der Suche nach einem Etablissement, wo frittenfreies Essen feilgeboten wird. Leider habe ich gestern den Fehler gemacht, relativ neue und bisher beinahe unbenutzte Schuhe einzupacken:

Meine bisherigen feinen Schuhe haben naemlich neuerdings leider einen Defekt an der Sohle (seit Sven mich zum Fussballspielen gezwungen hat) und dort sammelt sich seither mit Vorliebe Hundestuhl.
Die neuen Schuhe haben meinen Aktionsradius zur Mittagszeit durch Hackenschmerzen gen Null reduziert, so dass ich im hier im Bankgebaeude essen war. Fritten mit...

...einem herrlichen Chickenburger.
Im Vordergrund zu erkennen ist uebrigens die jordanische Form des Protests gegen die gemeinen Amerikaner: Hier wird Pepsi statt Coke getrunken. Da bleibt mir nur sagen: go create resistence!
Die Amis sollten sich bei dieser ausgefuchsten Form des Widerstands schon mal ganz warm anziehen. Schoen zu erkennen ist hier der Abreissverschluss, der einem ja sofort Traenen der Nostalgie in die Augen schiessen laesst.
Das Essen wurde von mir auf der Terasse des hauseigenen Schnellrestaurants eingenommen, quasi eine Neuentdeckung, denn diese war bei meinen letzten Besuchen noch nicht geoeffnet. Der Jordanier versteht es auch hier, es sich behaglich zu machen, liegt doch dieses Schmuckstueck von Veranda wieder einmal... direkt an einer Schnellstrasse.
Um einen kleinen Eindruck von der romantischen Atmosphaere zu vermitteln, habe ich ein paar Impressionen eingefagen.

Ganz nebenbei: Der eine Inder, der hier im Januar und Februar auch fleissig mitgebastelt hatte, hat gekuendigt und relativ viel Quellkot hinterlassen und oh Wunder: irgendetwas funktionuckelt nicht so richtig. Ich habe jetzt die undankbare Aufgabe, mich durch seine geistigen Exkremente zu wuehlen und es wieder zu richten. Immer das gleiche... aber immerhin wird hier meine Lebenszeit in relativ viel Geld konvertiert, so dass ich mich gar nicht beklagen will (falls das so klang).

Keine Kommentare: