Montag, Juni 06, 2005

Aqaba

Ueber das Wochenende sind Mark und ich nach Aqaba gefahren, der einzigen Stadt in Jordanien, die Zugang zum roten Meer besitzt. Dementsprechend befindet sich die Stadt ganz im Sueden des Landes, etwa 350 Kilometer von Amman entfernt.
Wir wollten uns erst ein Auto mieten, was sich aber sehr schnell als ein unbezahlbares Unterfangen herausgestellt hat: Fuer die zwei Tage haette man so etwa 350 Euro zahlen muessen, ganz abgesehen von der Schwierigkeit, die diversen Kreisverkehre lebend zu passieren.
Also sind wir mit dem Bus gefahren, da zahlt man fuer eine Strecke nur knapp fuenf Euro. Allerdings muss man verdammt frueh aufstehen, denn der erste Bus faehrt um sieben an der Busstation ab und dort muss man ja auch erst einmal hinkommen.
Wir sind dann so gegen halb sechs aufgestanden und mit unserem Krempel auf die Strasse hinaus. Selten erlebt man Amman in einem derart friedlichen und fast verschlafenen Zustand.
Nach einiger Zeit erbarmte sich ein Taxi uns aufzusammeln und zur Busstation zu befoerdern.

Mark hatte netterweise schon am Vortag unsere Karten reserviert. Da der Bus bis auf den letzten Platz besetzt war nehme ich an, dass wir ansonsten auch keine Chance gehabe haetten, noch einen Platz zu ergattern. Nachdem Mark die Karten erworben hatte...

...konnte es auch schon losgehen bzw. losfahren.
Schon bald stellte sich der grosse Vorteil unserer fruehen Reisezeit heraus: Die meiste Zeit der Fahrt haben wir schnarchend oder daemmernd verbracht, nur unterbrochen von den gelegentlichen Stopps des Busses.
Bei dem ersten Halt konnte ich eine verschleierte Frau sehen, die die beiden Fussmatten aus dem Busklo draussen zu entwaessern (bzw. enturinieren) versuchte. Entweder muss da etwas mit der Technik im Busklobereich durcheinander geraten sein oder vielleicht hatte sie auch ein Kind dabei, das hier als Verursacher eine Rolle gespielt hat.
Der zweite Halt war dann auch schon die Grenzkontrolle. Aqaba liegt in einer Freihandelszone und daher wird Ein- und Ausreise mehr oder weniger Streng kontrolliert.
Kurz nach der Passkontrolle erreichten wir dann auch schon Aqaba.

Unsere Herberge sollte das Radisson SAS sein und schon vor Betreten des uns zugewiesenen Schlafplatzes wurde ich wieder auf mein Schicksal aufmerksam gemacht:

Der Saal war aber nicht nur schick...

...sondern hatte auch noch Balkon mit Ausblick ueber die Hotelanlage zu bieten:

Um in Aqaba an's Meer zu gelangen, muss man sich in eines dieser Luxushotels einmieten.

Es gibt wohl auch irgendwo einen oeffentlichen Strand, aber der liegt so weit ausserhalb der Stadt, dass man nur mit einem Taxi dort hingelangt.
Freitag und Samstag haben wir mehr oder weniger am Strand herumgegammelt. Sehr angenehm.
Ich habe ein wenig im Meer herumgeplanscht, Musik gehoert...

...und in den Himmer geschaut.

Als Urlaubsform ist das natuerlich die Hoechststrafe, aber so fuer ein Wochenende will ich mich gar nicht beschweren.
Am Abend haben wir uns dann ein paar Getraenke in der Strandbar gegoennt und dem Sonnenuntergang zugesehen.

Abends haben wir noch ein Restaurant und ein paar Lokale der Stadt aufgesucht. Samstag dann wieder Strand und eine Besichtigung einer Ausgrabungsstaette...

Um fuenf ging es dann zurueck nach Amman, diesmal in einem abgetakelten Bus, der wohl mal irgendwann aus Deutschland importiert worden ist, wie ich mit messerscharfem Verstand anhand der deutschen Anzeigetafel fuer das (nicht mehr vorhandene) Busklo kombiniert habe.

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